ROLAND HOJA: 'DER ROTE 1MARK-ROMAN'/ 'DIE LINKSKURVE' 1928-1932

'Über literarische Formen muß man die Realität befragen, nicht die Ästhetik, auch nicht die des Realismus.

Die Wahrheit kann auf viele Arten gesagt werden. Wir leiten unsere Ästhetik, wie unsere Sittlichkeit von den Bedürfnissen unseres Kampfes ab.'

(Bertolt Brecht)

 

In dem Sinne entsteht ein neues Buchprojekt, das sich genau unter dieser Prämisse und zum gedenkenden Erinnern mit dem 'Bund Proletarisch Revolutionärer Schriftsteller' (BPRS), seinem zentralen Organ 'Die Linkskurve' und der von ihr herausgegebenen Romanreihe 'Der Rote 1Mark-Roman' beschäftigt.


Deutschsprachige Schriftsteller im 'Spanischen Bürgerkrieg' 1936-1939 an der Seite der Republikaner und als Teil der 'Brigadas Internacionales' kämpfen und schreiben! Als auch Ernest Hemingway mit seinem berühmten Roman 'To whom the bell tolls', sowie Gerda Taro & Robert Cappa als Kriegsberichterstatter vor Ort in Bild und Ton.

http://www.wuppertaler-rundschau.de/kultur/frauen-im-exil-frau-mit-gipsbein-aid-1.5767306
http://www.wuppertaler-rundschau.de/kultur/frauen-im-exil-frau-mit-gipsbein-aid-1.5767306

Unmittelbar nach der Machtergreifung der ‚NSDAP’ am 30. Januar 1933 und dem einen Monat darauf folgenden Reichstagsbrand, flüchteten Menschen aus der Kultur, der Politik, der Wissenschaft und Medizin, - Juden, Christen, Anders- oder Nichtgläubige - Männer wie Frauen, Mädchen wie Jungen. Das Deutschland nach der faschistischen Machtübernahme konnte nicht mehr das Ihre sein, und sie glaubten und hofften, mit ihrer Flucht in die Emigration drohender Verfolgung und bedrohtem Leben entgehen zu können. Unter den Flüchtenden waren zahlreiche Schriftstellerinnen des deutschen Sprachraumes, die im Zentrum dieses Buches stehen sollen: Anna Seghers, Erika Mann, Marta Feuchtwanger sowie weniger prominente oder sogar vergessene wie Louise Straus-Ernst (Lou Ernst‘), Anna Gmeyner, Lisa Fittko, Gina Kaus, Hertha Pauli. Susanne Bach.                                                                 Frauen unterschiedlicher Biografie, antifaschistischer Auffassung und Haltung sowie sehr sich unterscheidender literarischer Produktion und Intensität.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Portrait:                                                                     Roland Hoja, in Altdöbern/Niederlausitz geboren, lebte bis 1959 in der DDR. Nach Essen im Ruhrgebiet wurde Wuppertal über die Studienzeit in Düsseldorf ständiger Wohnsitz und auch Arbeitsplatz am Gymnasium in den Fächern Deutsch und Erziehungswissenschaften, - die letzten Jahre an einer Gesamtschule im Zentrum. Autor verschiedener Studien zu Heinrich Heine im Pariser Exil und den 1848er' europäischen Revolutionen. Zu Bert Brecht, Patricia Highsmith und Heinrich Vogeler. Zuletzt zu exilierten Schriftstellerinnen in Paris 1933-1941.

 

Zufriedene Psychopathen

Roland Hoja untersucht in seiner Studie„Ripley & Co.“ Aspekte der Kleinbürgerlichkeit und dekadenten Genialität bei tragenden Romanfiguren von Patricia Highsmith

Von Michael Eschmann 

in: >>literaturkritik.de<< Nr. 3, März 2012

» Schwerpunkt: Belletristik zur Leipziger Buchmesse 2012 » Rezensionen  

"Roland Hoja, Autor verschiedener Studien zu Bertolt Brecht und Heinrich Heine, legt eine wissenschaftliche Analyse über die Romanfiguren der Patricia Highsmith im Spiegelbild einer modernen Gesellschaft vor.

Die literarische Welt der Patricia Highsmith war immer anders. Sie unterscheidet sich von vielen Krimiautoren schon alleine dadurch, dass die Aufklärung des Verbrechens nicht im Vordergrund steht. Bei ihr geht es um das Innenleben des Täters. Das Morbide, das Grausame, das Anormale faszinierte die Autorin ein Leben lang. Von ihren Figuren geht eine seltsame Zufriedenheit aus. Sie empfinden keine Schuldgefühle. Ganz im Gegenteil: Die Morde geschehen fast in einer notwendigen, logischen Konsequenz und suggerieren dem Leser die unheimliche Botschaft: „Eigentlich war alles gerechtfertigt“. So wird der Leser zum (moralischen) Mittäter. Das ist das Erfolgsgeheimnis ihrer Bücher. Sie nimmt die Leser mit auf eine Reise durch das innere Dickicht ihrer Romanfiguren. Deshalb ist Patricia Highsmith mehr eine psychologische als kriminalistische Erzählerin. Ihr „Tom Ripley“ mordet sich durch fünf dicke Bücher, immer auf der Suche, nicht nach neuen Opfern, vielmehr nach einem kleinen Stückchen bürgerlichem Glück. Das gelingt auch. Umgeben von Kunst- und Sprachstudien lebt er in Frankreich. Eigentlich möchte er nicht (wieder) morden, doch die Vergangenheit klopft erneut an die Tür. Und jetzt ist er gezwungen, zu handeln. Ein weiterer Mord muss passieren, um einen alten zu vertuschen.

Der Verfasser hat eine umfassende Studie nicht nur über Tom Ripley, sondern auch über all die anderen „Helden“ der Highsmith Romane geschrieben. Es ist eine fundierte literatursoziologische Arbeit geworden. Allerdings an manchen Stellen nicht immer leicht zu lesen. Roland Hoja versteht es, auf einen Aspekt im Werke Highsmiths besonders aufmerksam zu machen: die Politik. Sicherlich war die Schriftstellerin keine „politische“ Autorin. Dafür fehlte die eindeutige Botschaft. Viel sublimer vollziehen sich ihre politischen Anspielungen, die von Hoja gut aufgedeckt und belegt wurden: „Ich lege hier die Auffassung zugrunde, dass natürlich die Psychologie die eine Seite der Handlungs- und Figurenkonstellation ist, während die andere begründet ist im extern kapitalistischen Lebenszusammenhang.“ Ob allerdings Figuren wie „Tom Ripley und Co.“ wirklich das negative Produkt eines kapitalistischen Gesellschaftssystems sind, wird immer ein Streitpunkt bleiben. Kriminelle Emporkömmlinge gab es zu allen Zeiten und in allen Gesellschaftssystemen."

 

 

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Diese Arbeit stellt dar, in welchem Spannungsfeld Heinrich Vogeler in der Lage war, diese, seine Entwicklung vom jugendstilistischen zum sozialistischen Künstler zu realisieren und wieweit es ein spannender und widersprüchlicher Bogen blieb zwischen Bohème und Sozialist. Inwieweit trotz überzeugtem Sozialist/Kommunist-Sein, sozusagen mit Haut und Haar, sein

e Sehnsucht und seine Heimat immer Worpswede und dem ‚Teufelsmoor‘ galt, als Relikte einer romantischer Sehnsucht in ihm vergraben. In Wirklichkeit immer parallel seine Frau Martha mit den drei Töchtern als heimliche, konservierte Liebesbeziehung. Dieses Buch beleuchtet begleitend den Entwicklungsweg Heinrich Vogelers bis zu seiner Lebens- und Arbeitssituation in Berlin 1926-1931.

(amazone.de u.a.....)

Roland Hoja

Veranstaltungsreihe:

Wuppertaler Autor_Innen im 'Container'

 (29.9.012-6.7.013, 'Container' am Wuppertaler Opernhaus, jeden 1. Freitag d.M.20h)

 

29.9.012 (Auftaktveranstaltung) 

Es liest der Initiator Roland Hoja aus seinem Roman: "heine bei brecht.berlin 1953"